Metaloge Berlin GbR


Angaben zur Person von Dr. Simone Stölzel

Geboren wurde ich in grauer Vorzeit, nämlich im Spätherbst des Jahres 1965, auf dem Höhepunkt der sog. „Beatlemania“. Obwohl ich persönlich die Musik der Beatles durchaus schätze, fällt mir dazu immer ein boshaftes Zitat von James Bond alias Sean Connery ein, der behauptet, lauwarmen Champagner zu trinken sei ebenso unverträglich wie der Versuch, die Songs der Beatles ohne Ohrenschützer zu hören... (übrigens in einem Film ebenfalls aus der Mitte der 1960er). Sean und ich sind inzwischen deutlich älter geworden – er erkennbar mehr als ich. Mein Geburtsjahr war auch das Todesjahr des Gentleman-Authors William Somerset Maugham, dessen „Notizbuch eines Schriftstellers“ ich viele Jahre später für den Diogenes Verlag teilweise neu übersetzen durfte. Meine kulturellen und menschen-wissenschaftlichen Interessen haben mich dann nach glücklich überstandener Kindheit und Jugend dazu gebracht, kultur-wissenschaftliche Fächer in Freiburg zu studieren. Nebenher konnte ich in den 1980er Jahren archäologische Forschungen in Rom und Neapel (Pompeji und Herculaneum) betreiben sowie eine Tätigkeit als Kustodin des Friedrich- Nietzsche-Museums in Sils-Maria im schweizerischen Oberengadin ausüben.

Dr. Simone Stölzel
© Privat

Als vorläufigen Abschluss erwarb ich mir 1991 den Titel eines Magister Artium. Weil damit aber mein Forschungseifer noch lange nicht befriedigt war, schrieb ich mich nach kurzer Pause für den Promotionsstudiengang in Kunstgeschichte ein und erhielt ein Stipendium der Landesgraduiertenförderung. Zudem war ich Mitglied des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Modernität und Tradition“ am Frankreich-Zentrum in Freiburg und arbeitete parallel dazu als Dozentin für Kunstgeschichte an der Pädagogischen Hochschule. Außerdem habe ich 1993 meine Tätigkeit als freie Verlagslektorin sowie als Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen begonnen - wobei ich zunächst vor allem Sachbücher zu den Themen Kunst und Archäologie übersetzt habe.

Handle stets so, daß die Anzahl der Möglichkeiten wächst.

(ethischer Imperativ – Heinz von Foerster)

Promotion und weiterer Verlauf

1995 wurde ich mit einer kunstästhetischen Arbeit über den französischen Landschaftsmaler Pierre-Henri de Valenciennes promoviert. Dass ich mit dieser Arbeit damals Forschungsneuland betreten habe, war durchaus nicht unproblematisch und führte zu einem unerfreulichen Konflikt mit meinem Doktorvater. Und so kehrte ich nach Abschluss meiner Promotion der reinen Wissenschaft fortan den Rücken. Für wen von uns beiden der Verlust letztlich größer war, lässt sich heute nicht mehr schlüssig feststellen. Immerhin habe ich kürzlich erfahren dürfen, dass meine scheinbar abwegigen Thesen von damals inzwischen – also gerade mal 20 Jahre später! - wissenschaftlich anerkannt sind und meine alte Dissertation als kunsthistorisches Referenzwerk gilt (vgl. Wikipedia).

Mein ausgeprägter Eigenwille, meine vielfältigen Interessen, gepaart mit einem gewissen Ideenüberschwang und dem hartnäckigen Drang nach Freiheit, ließen in meinen Augen viele der eher ruhigen oder institutionell klar vorgegebenen Karrieren von vorneherein nicht als besonders attraktiv erscheinen. So entschied ich mich für die Freiberuflichkeit, arbeitete weiter als unabhängige Lektorin und dann auch als Übersetzerin belletristischer Texte. Hinzu kam meine Tätigkeit als Herausgeberin von Anthologien und als Autorin von Rundfunkfeatures, Essays und Buchbeiträgen zu kulturgeschichtlichen Themen. Nebenbei habe ich noch eine Fortbildung in ganzheitlicher Farbtherapie sowie in Phytotherapie und Traditioneller Abendländischer Medizin (TAM) absolviert.

Nicht ganz so nebenbei wurde ich in den Jahren 1998 bis 2004 Mutter von vier Kindern. Diese erfreuen mich seitdem nicht nur mit ihrer beglückenden Gegenwart, sondern auch durch haufenweise zusätzliche Arbeit und viele neue Aufgabenfelder, von deren Existenz ich freiwillig vermutlich niemals Notiz genommen hätte. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich jahrelang an der Doppel-Nichtkarriere gearbeitet - und das mit einigem Erfolg! Um nicht dem Wahnsinn oder der Verzweiflung anheimzufallen, fing ich 2011 damit an, sowohl Sachbücher und literarische Essays zu schreiben (bezeichnenderweise zu den Themen „lösungsorientiertes Denken“ und „schwarzromantische Seelenfinsternisse“) als auch etwas schräge Erzählungen und Romane – die letzten beiden eher im stillen Kämmerlein. So konnte ich mitunter aufkeimende Fluchtimpulse bislang souverän in Schach halten.

Zugleich wuchs in mir seit einigen Jahren der Wunsch, mich nicht nur vorwiegend theoretisch mit menschenwissenschaftlichen Themen und Fragestellungen zu beschäftigen, sondern mein Wissen wie meine Alltagserfahrungen mit vielfältigen Belastungssituationen und manch hartnäckigen Konflikten auch praktisch an andere weiterzugeben. Durch die langjährige Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit meinem Mann systemisch infiltriert, lag es daher nahe, dass ich neben dem intensiven Eigenstudium eine Fortbildung zur Systemischen Beraterin am Niedersächsischen Institut für Systemische Therapie und Beratung (NIS) Hannover e.V. begonnen habe. Außerdem gründeten mein Mann und ich im Herbst 2015 gemeinsam die Beratungs- und Coachingfirma Metaloge Berlin GbR, für die ich ein eigenes Format zur Selbst- und Fremdführung, nämlich das Enterprise-Coaching entwickelt habe.

Nun freue ich mich, dass ich auch professionell meine münchhausischen Fähigkeiten, mich selbst am eigenen Schopf immer wieder aus dem Problemsumpf zu ziehen, an interessierte und ähnlich eigenwillige Klienten und Kunden vermitteln darf. Gleichzeitig bin ich weiterhin forschend und schreibend tätig. Vor eventuellen Höhenflügen bewahren mich dabei nicht zuletzt unsere vier pubertierenden Kinder... Und manch lebensleitende philosophische Einsicht, wie z.B. die (gar nicht so harmlose) Frage aus meinem Training zur Lösung von Blockaden: Was passiert eigentlich, wenn nichts passiert...?

(Stand: Oktober 2016)

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